Der Winter naht – Rolle nicht meins – Mini Bergtour geht immer noch – München – Brannenburg- Sudelfeld – Bayrischzell – München

Der Winter naht, und in den bayerischen Bergen hat es in den letzten Tagen schon den ersten Schnee gegeben. Das Training auf der Rolle liegt mir nicht so, und ich möchte ungern das Verhältnis zu meinen Nachbarn auf die Probe stellen. Viel lieber genieße ich beim Radfahren die Natur, als nur die Wände meiner Wohnung zu sehen.  

Also plante ich für Samstag, den 21. November, eine kleine Tour in die bayerischen Alpen. Ich startete gegen 7 Uhr im Münchener Südwesten, in Großhadern, und fuhr in Richtung Rosenheim. Die ersten 20–30 Kilometer legte ich vorsichtig zurück, da der Boden durch die morgendliche Nässe und die niedrigen Temperaturen teilweise leicht vereist war.

Als ich schließlich den Münchener Stadtrand bei Unterhaching erreichte, zeigte sich endlich die Sonne.  

Es war an diesem Samstagmorgen wirklich eisig, und ich hatte die ganze Zeit klamme Füße. Es wäre höchste Zeit für richtige Überziehschuhe. Bei blauem Himmel fuhr ich weiter nach Bad Feilnbach und genoss immer wieder schöne Ausblicke auf die Berge. Zwischendurch zog gelegentlich Nebel auf, doch in Kombination mit der Sonne ergaben sich gerade dadurch besonders stimmungsvolle Momente.

In Brannenburg, an der Wendelsteinbahn, legte ich eine kurze Pause ein, bevor das eigentliche Klettern begann. Ab hier ging es die Tatzelwurm-Mautstraße hinauf nach Sudelfeld, die stellenweise Steigungen von bis zu 18 % aufweist. Nachdem ich die Mautstraße überwunden hatte, erreichte ich die Bundesstraße, die von Oberau über den Sudelfeldpass nach Bayrischzell führt.

Tatzelwurm Straße hoch

Auf der Bundesstraße bog ich schließlich ab in Richtung Sudelfeldpass. Je weiter ich nach oben kam, desto winterlicher wurde die Landschaft. Die Straße selbst war frei, doch die Bäume und Wiesen leuchteten in strahlendem Weiß. Wenn die Sonne auf den Schnee blitzte, offenbarte sich eine atemberaubend schöne Winterlandschaft. Oben am Sudelfeldpass angekommen legte ich eine kurze Pause ein, bevor es hinunter nach Bayrischzell ging.

Sudelfeld Pass

In Bayrischzell bog ich schließlich auf die Straße zurück in Richtung München. Nach knapp 20 km erreichte ich den Schliersee – bei strahlendem Sonnenschein, aber schon klirrend kalten Temperaturen. Von dort führte mich die Route über Miesbach, Holzkirchen und Oberhaching zurück in die Stadt.

Schliersee

Auf dieser Tour legte ich 186 km zurück und bewältigte 1.800 Hm. Die Strecke war wunderschön, und die eindrucksvollen Naturszenen unterwegs werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich würde die Tour jederzeit wieder fahren, allerdings das nächste Mal mit Überziehschuhen. Einen Tag später „kribbeln“ meine gestern erfrorenen Füße immer noch ein wenig.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*